Galerie Martin Kudlek
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Children of the 80s

  • Birde Vanheerswynghels
  • Amy Hilton
  • Karine Rougier
  • Sylvie De Meerleer
  • Erik de Bree

Nov 1 – Dec 20
Vernissage: Nov 1, 7:00 pm

Children of the 80s

/ opening hours wed-fri 13-18 h + sat 12-16 h + by appointment

Die Ausstellung „Children of the 80s“ zeigt Arbeiten von Künstler*innen, deren Geburtsjahr in den 80er Jahren liegt. Die Schau zeigt Facetten unterschiedlicher Arbeits- und Herangehensweisen der jungen Künstler*innen, welche die Vielfalt künstlerischen Denkens und Arbeitens dieser Künstlergeneration widerspiegelt.

Birde Vanheerswynghels großformatige Pastell-Kohlezeichnungen bieten einen Einblick in überwältigende Pflanzenwelten. Ihr Werk vermittelt zunächst die Illusion einer fotografischen Abbildung, welche sich bei näherer Betrachtung in abstrakten Formationen aufzulösen scheint. Ihre detaillierten Arbeiten entstehen durch eben diesen Prozess der Abstraktion von fotografischen Darstellungen, wodurch eine Trennung von Fotografie und Graphik erschwert wird. Im Vordergrund von Vanheerswynghels’ Œvre steht dabei die Analyse der Vielfalt natürlicher Formen und Strukturen.

Amy Hilton befasst sich in ihrer Arbeit mit der Relation von Fragment und Ganzheit. Ihre Werke thematisieren die Verbindung von einzelnen, unabhängigen Elementen und die daraus entstehende Formation eines ästhetisch erfahrbaren Ganzen.
Auch für Hilton stellt dabei die Natur und ihre Gesetzmäßigkeiten die zentrale Inspirationsquelle dar.
In ihrem Schaffen geht die Künstlerin dabei von einer „tiefen Ökologie“ aus, welche nicht ausschließlich die physischen Formen, sondern insbesondere die elementare, mythische Verknüpfung zwischen den Dingen betont.

Ganz anders sind die surrealen Bildwelten, die Karine Rougier mit ihren Malereien und Zeichnungen entstehen lässt. In diesen bewegen sich Figuren fast traumwandlerisch zwischen verschiedenen, psychischen Gemütszuständen. Durch die Kombination abstrakter, pastellartiger Hintergründe mit detailliert ausgearbeiteten Gestalten entstehen Sujets, welche sowohl an unheimliche, als auch idyllische Szenarien aus Träumen erinnern.

Sylvie De Meerleers künstlerischer Ansatz ist vor allem die Verbindung einer intuitiven und forschenden Arbeitsmethode. Ihre dualistische Herangehensweise zeigt sich unter anderem in der Repetition des immer Gleichen und der Ergründung serieller Variationen. Erst diese Variationen und die Differenzen zwischen ihnen verweisen für De Meerleens auf die eigentliche, nicht darstellbare Bedeutung der Dinge.

Vorwiegend seriell arbeitet auch Erik De Bree. Seine Arbeitsmethode ist ein Sich-Bewegen zwischen Konstruieren und Destruieren von Bildern und Dargestelltem.
Der Prozess der Entstehung eines Werks wird unter anderem in den „Wallpaper Paintings“ deutlich. Die Dekonstruktion eines zuvor fertiggestellten Werks, durch Abreißen und Entfernen von Material, erzeugt eine Art von umgekehrten Collagen. In seiner Reihe „Withdrawal Symptoms“ kombiniert De Bree diese Arbeitsmethode außerdem mit malerischen Techniken. Durch das Abreißen und Abschneiden von Schichten aus buntem Papier, in dessen Lücken der Künstler Tusche fließen lässt, andere Schichten wiederum besprüht, entstehen Werke, die in ihrer Ästhetik an Zeichnungen und Drucke erinnern.